Ich muss dich mit einem kleinen Eingeständnis beginnen. Vor fünf Jahren habe ich meinen Mann fast an einem Sonntagabend verloren. Nicht im medizinischen Sinne, aber in der Art, wie man seinen Partner verliert, wenn das Essen enttäuscht. Ich hatte mir vorgenommen, etwas „Besonderes“ zu kochen. Etwas, das nach Aufwand aussah, nach Sorgfalt, nach Liebe. Ich wählte ein teures Stück Rindfleisch, habe es angebraten, so gut ich konnte, und es dann stundenlang in den Ofen geschoben. Das Ergebnis? Ein zähes, graues Stück Fleisch, das so trocken war, dass es im Hals stecken blieb. Wir haben es kaum runterbekommen. Meine Schwiegermutter hat höflich gelächelt, und mein Mann hat später im Bad gewartet, bis er sich übergeben konnte. Es war schrecklich. Und es war der Moment, in dem ich realisierte: Ich kannte das Fleisch nicht. Ich respektierte es nicht.
Seitdem habe ich den Saftigen Schmorbraten mit Rotwein & Wurzelgemüse nicht nur getestet, ich habe ihn obsessiv studiert. Ich habe Dutzende von Pfannen verschmutzt, Flaschen Rotwein geopfert und mich durch Foren gelesen, bis meine Augen brannten. Und weißt du was? Es hat sich gelohnt. Heute ist dieser Braten mein Geheimwaffe für jeden Anlass, bei dem ich meine Gäste beeindrucken möchte, ohne den ganzen Tag in der Küche zu stehen. Es ist dieses magische Gleichgewicht aus zartem, fast schmelzendem Fleisch, das sich mit der Gabel teilen lässt, und einer Sauce, so dunkel, tief und würzig, dass man sie fast mit einem Löffel essen könnte. Zusammen mit dem süßlich-karamellisierten Wurzelgemüse, das die Säure des Weins aufnimmt, ist das kein einfaches Abendessen. Das ist ein Erlebnis. Das ist der Inbegriff von Gemütlichkeit und Genuss.
Ich habe diesen Saftigen Schmorbraten mit Rotwein & Wurzelgemüse schon bei Familientreffen, bei intimen Dinnerpartys zu zweit und an kalten Winterabenden, an denen ich einfach Trost suchte, gemacht. Jedes Mal war das Ergebnis besser als das vorige. Warum? Weil ich die Fehler gemacht habe, die du vermeiden kannst. Ich weiß, wie man Fleisch nicht zerkocht. Ich weiß, welche Sorte Rotwein wirklich passt und welche man lieber wegschüttet. Und ich weiß, wie man das Gemüse zubereitet, damit es nicht matschig, sondern karamellisiert und süß wird. Wenn du also bereit bist, deinen Sunday Roast auf ein neues Level zu heben – ohne den Stress – dann lies weiter. Ich gebe dir alle Tricks preis.
Warum du diesen Schmorbraten lieben wirst
Es geht hier nicht nur um Essen. Es geht um das Gefühl, wenn die Tür aufgeht und der Geruch von rotem Wein, Rosmarin und geschmortem Fleisch das ganze Haus füllt. Es ist der Geruch von „Jemand hat sich Mühe gegeben“. Aber lass uns ehrlich sein: Es ist auch unglaublich praktisch, wenn man es richtig anstellt.
Es wird butterzart — Das Geheimnis liegt in der Zeit und der Temperatur. Durch das langsame Schmoren bei niedriger Hitze zersetzt sich das Bindegewebe im Fleisch (Kollagen) und verwandelt sich in Gelatine. Das Ergebnis? Ein Fleisch, das nicht kaut, sondern sich im Mund auflöst. Ich habe es schon geschafft, es mit der Gabel zu „schneiden“, weil es einfach nachgibt.
Die Sauce ist ein Traum — Viele Leute machen den Fehler, die Sauce zu dünn zu lassen oder sie mit Stärke zu binden, was sie klebrig und künstlich schmecken lässt. Bei meinem Saftigen Schmorbraten mit Rotwein & Wurzelgemüse reduzieren wir den Kochjus mit dem Rotwein, bis er sich natürlich verdickt. Er glänzt, er haftet am Fleisch, er schmeckt intensiv nach Wein und Rind. Es ist die Art von Sauce, die man fast direkt aus der Pfanne löffelt.
Das Gemüse ist der Star — Wer sagt, dass das Fleisch der einzige Grund zum Essen ist? Das Wurzelgemüse – Möhren, Pastinaken, Sellerie – wird in der Fleischbrühe gegart und nimmt deren Geschmack auf. Am Ende sind sie süß, karamellisiert und haben eine Textur, die an kandierten Süßkartoffeln erinnert, aber viel herzhafter ist. Sie sind oft der erste Teller, der leer ist.
Er ist der perfekte Gastgeber — Du kannst ihn Stunden im Voraus vorbereiten. Das Fleisch braten, das Gemüse schneiden, alles in den Topf geben und in den Ofen schieben. Dann hast du den ganzen Abend frei. Als Hostin ist das Gold wert. Du kannst mit deinen Gästen trinken, lachen und entspannen, während dein Essen sich langsam verwandelt.
Das ist mein Answer auf „Was kochen wir heute Abend, wenn wir es besonders schön haben wollen, aber keine Lust auf Stress haben“. Es ist warm, es ist reichhaltig, und es bringt die Menschen zusammen.
Die Zutaten für perfekten Geschmack
Hier ist das Beste daran: Du musst nicht zum Spezialmarkt in der ganzen Stadt rennen. Die meisten Dinge hast du schon im Küchenschrank oder im Gemüsefach. Aber die Qualität macht hier den Unterschied. Bei diesem Saftigen Schmorbraten mit Rotwein & Wurzelgemüse sind die Zutaten einfach, aber sie müssen stimmig sein.
Rindergulasch oder Schulterstück (1,5 kg / 3,3 lbs) — Das ist das Herzstück. Verwende kein mageres Filet, das wird trocken. Du brauchst Fleisch mit etwas Fett und Bindegewebe. Schulter oder Gulaschfleisch ist ideal, weil es beim Schmoren zart wird. Tipp: Wenn du es noch saftiger magst, suche nach Fleisch, das „marmoriert“ ist, also kleine Fettadern im Muskel hat. Diese schmelzen während des Garens und schmecken das Fleisch von innen.
Rotwein (750 ml / 25 fl oz) — Hier muss man aufpassen. Trinke keinen Wein, den du nicht selbst trinken würdest. Aber du brauchst auch keinen teuren Grand Cru. Ein guter, trockener Cabernet Sauvignon oder Merlot reicht völlig aus. Substitution: Wenn du keinen Alkohol magst, ersetze ihn durch Rinderfond und einen Schuss Rotweinessig oder Balsamico, um die Säure zu imitieren. Aber ehrlich? Der Wein macht den Unterschied.
Wurzelgemüse (1 kg / 2,2 lbs) — Klassisch sind Möhren, Pastinaken und Sellerie. Möhren bringen Süße, Pastinaken eine nussige Note und Sellerie die herzhafte Basis. Substitution: Kartoffeln gehen auch, aber sie werden schneller weich. Wenn du sie magst, gib sie erst in den letzten 30 Minuten dazu, damit sie nicht zerfallen.
Zwiebeln und Knoblauch (2 große Zwiebeln, 4 Zehen Knoblauch) — Die Aromabasis. Zwiebeln karamellisieren langsam und geben der Sauce Tiefe. Knoblauch sollte erst später dazu, damit er nicht bitter wird.
Tomatenmark (2 EL) — Es klingt banal, aber das Anrösten des Tomatenmarks gibt der Sauce diese dunkle, umami-artige Farbe und Intensität. Es ist der Geheimtipp für eine tiefere Geschmacksnote.
Speckwürfel (100 g / 3,5 oz) — Ich liebe den salzigen, rauchigen Kontrast zum süßen Gemüse und dem weichen Fleisch. Wenn du keinen Speck magst, kannst du weglassen, aber er rundet das Aroma perfekt ab.
Hochwertige Rinderbrühe (500 ml / 17 fl oz) — Verwende keine Pulverbrühe aus dem Supermarkt, wenn du kannst. Eine gute Konserve oder selbstgemachte Brühe macht einen riesigen Unterschied. Sie sollte kräftig sein.
Frische Kräuter (Rosmarin, Thymian) — Frisch schmeckt immer besser als getrocknet. Rosmarin passt hervorragend zu Rind und Rotwein. Thymian bringt eine subtile, erdige Note. Substitution: Getrocknete Kräuter gehen in Notfällen, aber gib sie früher hinzu, damit sie sich entfalten können.
Butter und Öl — Zum Anbraten. Eine Mischung aus Olivenöl (hoher Rauchpunkt) und etwas Butter für den Geschmack am Ende ist perfekt.
Die Ausrüstung, die du brauchst
Du brauchst kein teures Fachgeschirr. Hier ist, was ich tatsächlich verwende.
Ein schwerer Schmortopf ( Dutch Oven ) — Das ist das Wichtigste. Gusseisen ist ideal, weil es die Hitze gleichmäßig verteilt und hält. Wenn du keinen hast, geht auch ein großer, schwerer Kochtopf mit Deckel. Verwende keinen dünnen Topf, das Fleisch brennt sonst an. Alternative: Ein Bratentopf aus Edelstahl mit schwerem Boden.
Ein scharfes Kochmesser — Um das Fleisch in gleich große Stücke zu schneiden. Gleich große Stücke garen gleichmäßig. Das spart Frust.
Eine Schüssel zum Marinieren oder Einlegen — Nicht zwingend nötig, wenn du das Fleisch direkt anbrätst, aber hilfreich, wenn du es vorher salzen möchtest.
Ein Sieb oder Passiergerät — Falls du die Sauce fein pürieren oder die Kräuter entfernen willst. Wer mag, kann das Gemüse auch herausnehmen und die Sauce separat pürieren.
So machst du den perfekten Schmorbraten
Alles klar, lass uns anfangen. Ich gehe Schritt für Schritt durch, wie ich das mache. Es klingt viel, ist aber fast nur Wartezeit.
Schritt 1: Das Fleisch vorbereiten und trockentupfen. Nimm dein Rindfleisch aus dem Kühlschrank. Tupfe es mit Küchenpapier gründlich trocken. Das klingt simpel, ist aber das Wichtigste! Feuchtes Fleisch dampft nur, statt zu braten. Wir wollen eine braune Kruste, das sogenannte Maillard-Feedback. Schneide das Fleisch in große, mundgerechte Würfel (ca. 3-4 cm). Salze und pfeffere sie kräftig. Tipp: Mach das nicht in einer großen Menge auf einmal. Brate das Fleisch in mehreren Portionen an. Wenn du alles auf einmal in den Topf wirfst, sinkt die Temperatur, und das Fleisch schwimmt im eigenen Saft. Es wird grau und zäh.
Schritt 2: Das Fleisch anbraten. Erhitze etwas Öl in deinem schweren Topf bei mittlerer bis hoher Hitze. Lege die Fleischwürfel hinein. Lass sie in Ruhe! Rühre sie nicht an, solange sie noch nicht braun sind. Das dauert etwa 2-3 Minuten pro Seite. Du willst eine schöne, dunkelbraune Kruste. Wenn sie sich leicht vom Topfboden lösen, sind sie bereit. Nimm das Fleisch heraus und lege es auf einen Teller. Troubleshooting: Wenn der Topf raucht, ist er zu heiß. Dreh die Hitze etwas zurück. Wenn das Fleisch nicht braun wird, war der Topf nicht heiß genug oder das Fleisch war zu nass.
Schritt 3: Den Speck und die Zwiebeln anrösten. Gib den Speck in das Fett, das im Topf verblieben ist. Brate ihn knusprig. Dann gib die gewürfelten Zwiebeln dazu. Koche sie bei mittlerer Hitze, bis sie glasig und leicht golden sind. Das kann 5-10 Minuten dauern. Rühre ab und zu um, aber kratze auch die braunen Fleischreste vom Topfboden los. Das sind Geschmacksgold.
Schritt 4: Tomatenmark und Gewürze. Rühre das Tomatenmark unter und lasse es 1-2 Minuten mitrösten, bis es dunkler wird. Das nimmt die Säre und macht es süßer. Gib dann den gehackten Knoblauch und die Kräuter (Rosmarin, Thymian) hinzu. Rühre kurz um, bis es duftet. Vorsicht mit dem Knoblauch, er brennt schnell an. Wenn es zu dunkel wird, gib einen Schluck Brühe dazu, um die Hitze zu stoppen.
Schritt 5: Ablöschen mit Rotwein. Gieße den Rotwein in den Topf. Schabe mit einem Holzlöffel alles ab, was am Boden klebt. Das löst sich jetzt in der Flüssigkeit auf und wird zur Basis deiner Sauce. Lass den Wein für 2-3 Minuten köcheln, damit der Alkohol verdampft und sich die Säure etwas mildert.
Schritt 6: Gemüse und Brühe dazu geben. Gib die grob gewürfelten Möhren, Pastinaken und Sellerie in den Topf. Gieße die Rinderbrühe hinzu, bis das Fleisch und das Gemüse fast bedeckt sind (nicht komplett untertauchen lassen, sonst wird es gekocht statt geschmort). Lege das angebratene Fleisch und den Speck wieder in den Topf. Die Flüssigkeit sollte fast bis zur Oberkante des Fleisches reichen.
Schritt 7: Schmoren im Ofen. Decke den Topf mit einem festen Deckel ab. Schiebe ihn in einen vorgeheizten Ofen bei 150°C (300°F) für etwa 2,5 bis 3 Stunden. Nach 2 Stunden teste das Fleisch mit einer Gabel. Es sollte leicht in das Fleisch eindringen, aber es sollte noch etwas Biss haben. Wenn es sehr zäh ist, lass es noch 30-60 Minuten weiter schmoren. Sensory Cue: Der Geruch wird dein ganzes Haus füllen. Wenn es nach „warmem, tiefem Essen“ riecht, ist es fast fertig.
Schritt 8: Die Sauce verfeinern. Nimm den Topf aus dem Ofen. Nimm das Fleisch und das Gemüse vorsichtig heraus und halte sie warm. Wenn du die Sauce glatt magst, passiere sie durch ein Sieb und püriere das Gemüse. Wenn du es rustikal magst, lass es so. Reduziere die Sauce auf dem Herd bei mittlerer Hitze, bis sie die gewünschte Konsistenz hat. Probier sie abschmecken. Braucht es mehr Salz? Mehr Pfeffer? Einen Schuss Essig für die Frische?
Gesamtzeit: Ca. 4 Stunden (inkl. Vorbereitungszeit). Aber du musst nur etwa 30 Minuten aktiv kochen.
Tipps & Tricks für den perfekten Erfolg
Hier ist alles, was ich aus Dutzenden von Versuchen gelernt habe. Das sind die Dinge, die den Unterschied zwischen „okay“ und „wow“ ausmachen.
Mach es am Vorabend: Schmorbraten schmeckt am zweiten Tag oft noch besser. Die Aromen haben Zeit, sich zu verbinden. Wenn du Zeit hast, koche ihn am Vortag, lass ihn abkühlen und stell ihn in den Kühlschrank. Entferne vor dem Erwärmen die erstarrte Fettschicht von der Oberfläche. Das macht die Sauce leichter und intensiver im Geschmack.
Das Gemüse nicht zu klein schneiden: Wenn du das Wurzelgemüse zu klein würfelst, zerfällt es beim langen Schmoren. Schneide es in grobe Stücke, damit es seine Form behält und eine schöne Karamellisierung bekommt.
Zu viel Flüssigkeit? Wenn die Sauce nach dem Herausnehmen des Fleisches zu dünn ist, lass sie auf dem Herd weiter köcheln. Ein Schuss Maisspeisestärke ist eine Notlösung, aber die natürliche Reduktion schmeckt immer besser und glänzt schöner.
Der häufigste Fehler: Zu hohe Hitze. Wenn du den Topf auf dem Herd bei hoher Hitze köchelst, wird das Fleisch zäh. Der Ofen bei niedriger Temperatur ist der Schlüssel zur Zartheit. Verlass dich auf die Langsamkeit.
Restaurant-Trick: Ein kleines Stück Butter am Ende der Sauce einrühren („Monter au beurre“). Das gibt der Sauce einen seidigen Glanz und eine samtige Textur, die sie professionell wirken lässt.
Variationen und Anpassungen
Sobald du die Basis beherrschst, kannst du spielen. Ich habe alle diese Varianten ausprobiert.
Die Herbst-Variation: Ersetze Pastinaken und Sellerie durch Kürbis oder Süßkartoffeln. Sie werden süßer und passen perfekt zum Rotwein. Mit ein wenig Ingwer und Lorbeerblatt wird es fast asiatisch inspiriert, aber im deutschen Gewand.
Die leichte Version: Verzichte auf den Speck. Verwende eine fettarme Rinderbrühe. Und lass das Fett von der Sauce vor dem Servieren entfernen. Das Fleisch selbst ist durch das Schmoren trotzdem sehr zart.
Vegetarische Option: Ersetze das Fleisch durch große Champignons oder Steinpilze. Sie haben eine ähnliche „umami“ Textur. Das Gemüse bleibt gleich. Die Garzeit ist etwas kürzer (ca. 1,5 Stunden).
Andere Proteine: Lamm passt auch fantastisch zu Rotwein und Wurzelgemüse. Die Garzeit ist ähnlich, aber Lamm ist oft etwas zarter. Achte darauf, es nicht zu lange zu garen, wenn es kleiner geschnitten ist.
Servieren & Aufbewahren
Wie serviert man es? Serviere den Schmorbraten auf großen, warmen Tellern. Ein Löffel der dunklen Sauce darüber, das karamellisierte Gemüse daneben. Dazu passen klassisch Semmelknödel, Kartoffelstampf oder breites Spätzle. Die Sauce muss einfach in die Knödel getunkt werden können. Das ist ein Muss.
Aufbewahrung: In einem luftdichten Behälter hält sich der Schmorbraten im Kühlschrank bis zu 4 Tage. Er schmeckt am zweiten und dritten Tag oft am besten.
Aufwärmen: Am besten im Topf bei sehr niedriger Hitze auf dem Herd. Nicht in der Mikrowelle aufhellen, sonst wird das Fleisch gummiartig. Wenn du es in der Mikrowelle musst, decke es ab und nutze die niedrigste Stufe.
Einfrieren: Ja, du kannst ihn einfrieren! Aber das Gemüse (besonders Kartoffeln und Pastinaken) kann nach dem Auftauen etwas watteartiger werden. Das Fleisch bleibt toll. Friere es in Portionen ein, bis zu 3 Monate.
Häufig gestellte Fragen
Q: Welchen Rotwein soll ich nehmen?
A: Nimm einen trockenen Rotwein, den du gerne trinken würdest. Cabernet Sauvignon, Merlot oder ein guter deutscher Spätburgunder funktionieren gut. Vermeide süße Weine oder solche, die du nicht selbst trinken würdest – der Geschmack konzentriert sich beim Kochen, und schlechter Wein schmeckt dann auch schlechter.
Q: Kann ich das Fleisch in der Pfanne statt im Ofen garen?
A: Theoretisch ja, aber der Ofen ist besser. Im Ofen wird die Hitze gleichmäßiger um das Fleisch verteilt. In der Pfanne musst du öfter umrühren und die Hitze kontrollieren, damit es nicht anbrennt. Wenn du es auf dem Herd machst, lass es auf sehr niedriger Stufe köcheln und decke die Pfanne fest ab.
Q: Warum ist mein Fleisch noch zäh?
A: Es braucht wahrscheinlich noch mehr Zeit. Bindegewebe braucht Zeit, um sich aufzulösen. Wenn es nach 2,5 Stunden noch zäh ist, lass es weitere 30-60 Minuten schmoren. Oft ist es dann plötzlich ganz zart.
Q: Passt das auch für eine große Party?
A: Absolut. Du kannst die Mengen verdoppeln, solange du einen großen genug Topf hast. Achte darauf, dass die Fleischstücke nicht zu dicht gepackt sind, damit sie gleichmäßig garen. Es ist ein tolles Gericht für 6-8 Personen.
Letzte Gedanken
Dieser Saftige Schmorbraten mit Rotwein & Wurzelgemüse ist mehr als nur ein Rezept. Es ist ein Versprechen an dich selbst, dass du es wert bist, gut gegessen zu werden. Es ist ein Versprechen an deine Gäste, dass sie sich willkommen und verwöhnt fühlen. Koch es, wenn du Zeit hast. Koch es, wenn du dich allein fühlst und Trost suchst. Koch es, wenn du jemanden beeindrucken willst.
Ich verspreche dir, es wird gelingen. Und wenn nicht, mach es nochmal. Das ist die Schönheit des Kochens – wir lernen dabei. Ich würde mich riesig freuen, wenn du mir sagst, wie es dir geschmeckt hat. Schreib mir in die Kommentare, welche Sorte Rotwein du verwendet hast und ob dein Fleisch wirklich geschmolzen ist. Viel Spaß beim Kochen!
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Saftiger Schmorbraten mit Rotwein & Wurzelgemüse
- Total Time: 4 Stunden
- Yield: 6-8 Portionen 1x
Description
Ein zarter, langsam geschmorter Rinderbraten mit einer tiefgründigen Rotweinsauce und karamellisiertem Wurzelgemüse. Perfekt für gemütliche Abende und besondere Anlässe.
Ingredients
- 1,5 kg Rindergulasch oder Schulterstück (in mundgerechte Würfel geschnitten)
- 750 ml trockener Rotwein (z.B. Cabernet Sauvignon oder Merlot)
- 1 kg Wurzelgemüse (Möhren, Pastinaken, Sellerie, grob gewürfelt)
- 2 große Zwiebeln (gewürfelt)
- 4 Zehen Knoblauch (gehackt)
- 2 EL Tomatenmark
- 100 g Speckwürfel
- 500 ml hochwertige Rinderbrühe
- Frische Kräuter: Rosmarin und Thymian
- Butter und Öl (z.B. Olivenöl) zum Anbraten
- Salz und schwarzer Pfeffer nach Geschmack
Instructions
- Das Fleisch aus dem Kühlschrank nehmen, mit Küchenpapier trocken tupfen und in ca. 3-4 cm große Würfel schneiden. Kräftig salzen und pfeffern.
- Öl in einem schweren Schmortopf (Dutch Oven) bei mittlerer bis hoher Hitze erhitzen. Das Fleisch in mehreren Portionen scharf anbraten, bis eine dunkelbraune Kruste entsteht (ca. 2-3 Minuten pro Seite). Fleisch herausnehmen und auf einen Teller legen.
- Speckwürfel im verbliebenen Fett knusprig braten. Gewürfelte Zwiebeln hinzufügen und bei mittlerer Hitze glasig und leicht golden dünsten (5-10 Minuten). Braune Fleischreste vom Topfboden lösen.
- Tomatenmark unterrühren und 1-2 Minuten mitrösten, bis es dunkler wird. Gehackten Knoblauch und Kräuter (Rosmarin, Thymian) hinzufügen und kurz umrühren, bis es duftet.
- Mit dem Rotwein ablöschen und mit einem Holzlöffel alle Ablagerungen vom Topfboden lösen. Den Wein 2-3 Minuten köcheln lassen, bis der Alkohol verdampft ist.
- Das grob gewürfelte Wurzelgemüse (Möhren, Pastinaken, Sellerie) in den Topf geben. Rinderbrühe hinzufügen, bis Fleisch und Gemüse fast bedeckt sind. Angebratenes Fleisch und Speck wieder in den Topf legen.
- Den Topf mit einem festen Deckel abdecken und bei 150°C (300°F) im vorgeheizten Ofen für 2,5 bis 3 Stunden schmoren. Nach 2 Stunden mit einer Gabel testen: Das Fleisch sollte leicht eindringen, aber noch etwas Biss haben. Bei Bedarf weiter schmoren.
- Fleisch und Gemüse vorsichtig herausnehmen und warm halten. Die Sauce durch ein Sieb passieren oder pürieren (je nach gewünschter Konsistenz). Die Sauce auf dem Herd bei mittlerer Hitze reduzieren, bis sie die gewünschte Dicke hat. Abschmecken mit Salz, Pfeffer und optional einem Schuss Essig oder einem Stück Butter für Glanz.
Notes
Das Gericht schmeckt am zweiten Tag oft noch besser, da sich die Aromen verbinden. Vor dem Erwärmen die erstarrte Fettschicht von der Oberfläche entfernen. Das Gemüse nicht zu klein schneiden, damit es beim langen Schmoren nicht zerfällt. Alternativ kann der Wein durch Rinderfond und Rotweinessig ersetzt werden, wenn kein Alkohol verwendet werden soll.
- Prep Time: 30 Minuten
- Cook Time: 2 Stunden 30 Minuten
- Category: Hauptgang
- Cuisine: Europäisch
Nutrition
- Serving Size: Große Portion mit Sa
- Calories: 650
- Sugar: 10
- Sodium: 800
- Fat: 35
- Saturated Fat: 12
- Carbohydrates: 25
- Fiber: 5
- Protein: 50
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