Oma Nikolaus Stutenkerl: Das Original-Rezept

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Gabriela Randolph

Nikolaus Stutenkerl - featured image

Ich erinnere mich noch genau an den Geruch. Es war nicht einfach nur Backduft, der durch die Wohnung zog. Es war eine Mischung aus warmem Hefeteig, Zimt und der besonderen, leicht süßlichen Note von der Tanne, die Oma immer in die Backform gelegt hat. Ich war vielleicht zehn Jahre alt, stand auf einem Hocker in ihrer Küche und sah zu, wie sie die kleinen Kerle formte. Ihre Hände, die sonst so rauen Hände, die im Garten gearbeitet hatten, waren plötzlich zart und geschickt. Sie formte nicht nur Brot oder Brötchen. Sie formte Geschichten. Der Nikolaus Stutenkerl war für sie mehr als nur ein Lebkuchenmännchen aus der Bäckereitheke. Er war ein Stück Heimat. Ein Stück Tradition, das man nicht einfach kaufen konnte, das man selbst machen musste, um es wirklich zu verstehen.

Heute, Jahre später, versuche ich, genau dieses Gefühl festzuhalten. Viele Rezepte im Internet versprechen “schnell” oder “einfach”. Aber bei Hefeteig, besonders wenn es um diese traditionellen Figuren geht, gibt es keine Abkürzungen. Es gibt nur Geduld und den richtigen Teig. Mein Nikolaus Stutenkerl ist nicht das Ergebnis eines schnellen Online-Tutorials. Er ist das Ergebnis von Jahren des Übens, von ein paar gescheiterten Versuchen, bei denen der Teig zu klebrig war, und von vielen erfolgreichen Abenden, in denen die ganze Familie um den Küchentisch gesessen hat, während die Kerle im Ofen gebacken haben. Dieser fluffig-weiche Hefeteig nach Oma-Art ist mein Weg, diese Tradition am Leben zu erhalten. Er ist weich, er ist aromatisch, und er hat diese besondere Textur, die man nur erreicht, wenn man den Teig nicht hetzt, sondern ihm Zeit lässt, aufzugehen.

Ich habe dieses Rezept dutzende Male getestet. Nicht nur, um die Zutatenmenge zu prüfen, sondern um die Technik zu verfeinern. Ich wollte wissen, warum der Teig bei meiner Oma immer so elastisch war, während er bei mir mal zu spröde wirkte. Die Antwort war oft die Temperatur oder die Qualität der Butter. Aber am wichtigsten war die Geduld. Wenn du diesen Nikolaus Stutenkerl nach diesem Rezept machst, wirst du nicht nur ein Gebäck backen. Du wirst ein Stück Erinnerung backen. Und das Beste daran ist: Du brauchst keine teure Spezialausrüstung. Du brauchst nur gute Zutaten und den Willen, es richtig zu machen.

Warum du diesen Nikolaus Stutenkerl lieben wirst

Er ist unglaublich fluffig und weich — Das ist kein leeres Versprechen. Dieser Hefeteig bleibt auch nach dem Backen und sogar nach ein oder zwei Tagen noch weich. Er wird nicht hart wie Stein, wie es bei vielen Hefegebäcken der Fall ist, die zu viel Mehl enthalten. Ich habe das getestet: Ein Stutenkerl, der drei Tage in einer Dose liegt, ist immer noch von innen saftig. Das liegt am Verhältnis von Flüssigkeit zu Mehl und der Ruhezeit des Teigs.

Er schmeckt nach traditionellem Weihnachtsgebäck, aber frischer — Im Gegensatz zu den oft trockenen Lebkuchen aus dem Supermarkt, hat dieser Stutenkerl eine lebendige Textur. Die Gewürze sind dezent, aber präsent. Man schmeckt die Butter, den Zucker und das Aroma der Hefe. Es ist ein Geschmack, der sofort an Kindheitserinnerungen und warme Winterabende erinnert. Es ist das perfekte Gleichgewicht zwischen süß und aromatisch, ohne aufdringlich zu sein.

Er ist ein echtes Händywerk-Stück — Das Formen der Kerle ist meditativer als stressig. Es ist eine Pause vom Alltag. Du sitzt da, formst die Arme, die Beine, den Hut. Es ist eine kreative Tätigkeit, die man gut mit anderen teilen kann. Ich mache das oft mit meinen Kindern oder Freunden. Es ist eine Möglichkeit, sich langsam auf die Feiertage einzustimmen, anstatt nur hektisch Geschenke zu kaufen. Dieser Prozess verbindet dich mit der Tradition auf eine persönliche Weise.

Dies ist mein Weg, die Weihnachtszeit einzuläuten. Wenn ich diesen Teig anfasse, spüre ich die Verbundenheit mit meiner Familie. Es ist mehr als nur ein Rezept. Es ist ein Ritual. Und ich bin sicher, sobald du es einmal ausprobiert hast, wirst du verstehen, warum es so wichtig ist, es selbst zu machen.

Die Zutaten für den perfekten Hefeteig

Hier ist das Beste: Du hast wahrscheinlich schon die Hälfte der Zutaten im Schrank. Dieser Teig ist nicht kompliziert, er verlangt nur nach Qualität. Ich schwöre auf frische Zutaten, denn bei Hefeteig kann man nichts verstecken. Wenn die Butter alt ist, schmeckt man es. Wenn die Hefe schwach ist, geht der Teig nicht auf. Also, lass uns die Liste durchgehen.

500 g Weizenmehl (Type 405) — Das ist die Basis. Type 405 ist fein gemahlen und sorgt für die typische, weiche Krume. Ich benutze am liebsten ein Markenmehl, da es eine gleichbleibende Qualität hat. Aber ein gutes Bio-Mehl von deinem lokalen Müller funktioniert genauso gut. Wichtig ist, dass es trocken ist. Feuchtes Mehl verändert die Flüssigkeitsmenge.

1 Würfel frische Hefe (42 g) — Vergiss die Trockenhefe für dieses Rezept. Frische Hefe gibt dem Teig dieses besondere, intensive Aroma und die bessere Triebkraft. Ich hole sie mir immer beim Bäcker um die Ecke. Sie muss frisch sein, also achte auf das Ablaufdatum. Wenn sie alt ist, wird der Teig flach. Ein guter Test: Bröckle ein bisschen in lauwarmes Wasser. Wenn es schäumt, ist sie okay.

250 ml Vollmilch — Die Milch muss lauwarm sein. Nicht heiß! Heiße Milch tötet die Hefe. Ich teste sie immer am Handgelenk. Sie sollte sich warm, aber nicht brennend anfühlen. Die Milch gibt dem Teig Feuchtigkeit und Süße. Vollmilch sorgt für die typische goldene Farbe und den reichen Geschmack. Skim Milk würde hier nicht funktionieren.

100 g weiche Butter — Die Butter muss wirklich weich sein, fast schmelzend. Das macht das Einarbeiten in den Teig viel einfacher. Ich nehme immer gute, ungesalzene Butter. Der Geschmack der Butter ist hier zentral. Eine billige Margarine würde den Teig geschmacklos machen und die Textur ruinieren. Ich empfehle eine lokale Molkerei-Butter.

80 g Zucker — Der Zucker süßt den Teig leicht und dient der Hefe als Nahrung. Er sorgt auch für die karamellisierte Farbe beim Backen. Ich benutze weißen Kristallzucker, da er sich schnell auflöst. Brauner Zucker würde den Geschmack zu stark dominieren und die Farbe zu dunkel machen.

2 Eier (Größe M) — Die Eier geben dem Teig Struktur und Farbe. Sie sind wichtig für die Elastizität. Ich benutze immer Eier aus Freilandhaltung, da sie einen kräftigeren Geschmack haben und die Dotterfarbe schöner ist. Die Eier müssen Zimmertemperatur haben, sonst kühlt der Teig ab.

1 Prise Salz — Salz ist nicht nur zum Würzen. Es stärkt das Klebereiweiß im Mehl und reguliert gleichzeitig die Hefeaktivität. Ohne Salz wäre der Teig geschmacklos und die Struktur schwach. Aber nicht zu viel! Eine Prise reicht.

1 Packung Vanillezucker — Für das typische Aroma. Ich benutze hochwertigen Vanillezucker, da synthetische Aromen hier zu künstlich schmecken würden. Es ist ein kleiner Unterschied, aber er macht sich im fertigen Gebäck bemerkbar.

Optional: 1 Teelöffel gemahlener Zimt — Für die traditionelle Note. Wenn du es klassisch magst, füge es hinzu. Es passt perfekt zur Weihnachtszeit. Aber sei zurückhaltend. Der Hauptgeschmack soll der Hefeteig sein.

Die Ausrüstung

Du brauchst keine teuren Maschinen. Hier ist, was ich tatsächlich verwende.

Ein großer Rührtopf — Mindestens 4 Liter Volumen. Der Teig wird locker und braucht Platz. Ich benutze meinen großen Edelstahltopf. Er ist leicht zu reinigen und stabil.

Ein Kochlöffel und später die Hände — Am Anfang rühre ich mit dem Löffel, aber am Ende knete ich mit den Händen. Das ist wichtig, um die Textur zu fühlen. Eine Küchenmaschine kann helfen, aber sie kann auch zu viel Hitze entwickeln. Ich bevorzuge die Handarbeit für diese Menge.

Ein Backblech — Normal oder mit Backpapier. Ich lege immer Backpapier drunter, damit nichts anhaftet. Das spart Zeit beim Reinigen.

Eine kleine Tanne oder Fichtenzweig — Das ist das Geheimnis meiner Oma. Ich lege ein kleines Stück Tannenzweig auf das Blech, bevor ich den Teig darauf lege. Der Duft dringt in den Teig ein. Es ist ein alter Bauerntrick, der heute kaum noch jemand kennt. Aber es macht einen enormen Unterschied.

Ein Pinsel — Für das Eiweiß-Glasur. Ein einfacher Backpinsel reicht.

Anleitung: So backst du den Nikolaus Stutenkerl

Nikolaus Stutenkerl preparation steps

Alles klar, lass uns anfangen. Ich gehe Schritt für Schritt durch, wie ich es mache. Es ist wichtig, dass du den Teig nicht hetzt.

Schritt 1: Die Hefe auflösen — Bröckle die frische Hefe in die lauwarme Milch. Rühre sie vorsichtig um, bis sie sich aufgelöst hat. Gib einen Teelöffel vom Zucker hinzu und lasse die Mischung fünf Minuten stehen. Du solltest kleine Bläschen sehen. Wenn nichts passiert, ist deine Hefe tot. Kauf eine neue. Das ist die Basis für den Aufgang.

Schritt 2: Die trockenen Zutaten mischen — Gib das Mehl, den restlichen Zucker, das Salz und den Vanillezucker in den großen Topf. Mische es kurz durch. Das stellt sicher, dass sich alles gleichmäßig verteilt. Wenn du den Zimt hinzufügst, tu es jetzt.

Schritt 3: Teig zusammenführen — Gib die Hefemilch und die weiche Butter zu den trockenen Zutaten. Rühre jetzt mit dem Kochlöffel. Der Teig wird zuerst klebrig und unförmig aussehen. Das ist normal. Arbeite die Butter gut ein. Wenn der Topf zu klein wird, gib die Eier hinzu und rühre weiter. Der Teig wird dichter.

Schritt 4: Kneten — Jetzt kommt der wichtige Teil. Nimm den Teig heraus und knete ihn auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche. Das dauert etwa zehn Minuten. Du musst den Teig so lange kneten, bis er glatt ist und sich von den Händen löst. Wenn er noch klebt, gib ein wenig mehr Mehl hinzu. Aber sei vorsichtig. Zu viel Mehl macht den Teig schwer. Der Teig sollte sich elastisch anfühlen, wie ein Ohrläppchen. Wenn du ihn mit dem Finger einstichst, sollte die Mulde langsam wieder verschwinden. Das ist das Zeichen für Gluten-Entwicklung.

Schritt 5: Erste Gehzeit — Form den Teig zu einer Kugel und lege ihn in einen leicht eingeölten Topf. Decke ihn mit einem feuchten Tuch ab. Stelle ihn an einen warmen, zugfreien Ort. Ich stelle ihn oft in den ausgeschalteten Ofen mit nur der Licht an. Lass ihn zwei Stunden gehen. Er sollte sich verdoppeln. Wenn er sich nicht verdoppelt, war es zu kalt oder die Hefe war alt.

Schritt 6: Formen der Kerle — Hole den Teig heraus. Drücke die Luft grob heraus. Teile den Teig in gleich große Stücke, je nach gewünschter Größe. Ich mache etwa 12-15 Kerle. Nimm ein Stück und rolle es zu einer langen Rolle. Schneide ein kleines Stück ab für den Hut. Form den Körper: Eine längliche Form. Stecke die Arme seitlich ein. Form den Hut: Ein kleines, spitzes Stück auf den Kopf. Drücke die Augen und den Bart mit einer Gabel oder einem Zahnstocher ein. Das ist der moment, wo es Spaß macht. Sei kreativ mit den Gesichtern.

Schritt 7: Zweite Gehzeit — Lege die geformten Kerle auf das mit Backpapier ausgelegte Blech. Achte auf genug Abstand zwischen ihnen, da sie noch etwas wachsen. Decke sie wieder ab. Lass sie noch einmal eine Stunde gehen. Sie sollten locker und luftig aussehen.

Schritt 8: Backen — Heize den Ofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vor. Wenn du Umluft benutzt, reduziere die Temperatur auf 160 Grad. Schiebe das Blech in die Mitte des Ofens. Backe die Kerle für etwa 20-25 Minuten. Sie sollten goldbraun sein. Wenn sie zu dunkel werden, decke sie mit Alufolie ab. Der Geruch wird deine ganze Küche füllen.

Schritt 9: Glasur — Während die Kerle backen, vermische ein Eiweiß mit einem Löffel Wasser. Nimm die Kerle aus dem Ofen. Pinsle sie sofort mit der Glasur. Das gibt ihnen den typischen Glanz und schützt sie vor dem Austrocknen. Lass sie auf einem Gitter vollständig abkühlen.

Tipps & Tricks für den perfekten Teig

Hier ist alles, was ich aus Dutzenden von Versuchen gelernt habe.

Die Temperatur ist alles — Wenn dein Teig nicht aufgeht, war es fast immer die Temperatur. Der Raum muss warm sein, aber nicht heiß. Zu viel Hitze tötet die Hefe, zu wenig gibt ihr keine Energie. Ein zugfreier Platz ist entscheidend. Ich habe gelernt, den Ofen einfach als warmen Raum zu nutzen.

Knnete genug — Viele Leute hören auf, zu früh auf. Der Teig muss glatt sein. Wenn er rau bleibt, wird das Gebäck hart. Nimm dir die zehn Minuten. Es lohnt sich.

Verwende Tannenzweige — Ich weiß, es klingt seltsam, aber das Aroma von Tanne im Hefeteig ist unübertroffen für die Weihnachtszeit. Es ist der Trick, der ihn von einem normalen Brötchen unterscheidet. Leg einen sauberen, frischen Zweig auf das Blech. Nach dem Backen entferne ihn. Der Duft bleibt.

Mistake: Zu viel Mehl — Wenn der Teig klebt, neigen viele dazu, sofort mehr Mehl zu nehmen. Das ist der falsche Weg. Der Teig sollte leicht klebrig sein. Wenn du zu viel Mehl nimmst, wird der Stutenkerl trocken und hart. Besser ist es, die Hände leicht mit Öl zu benetzen, statt mit Mehl.

Mistake: Zu schnelles Backen — Wenn der Ofen zu heiß ist, werden die Kerle außen braun, aber innen roh. Sei geduldig. 180 Grad sind ideal. Wenn sie zu schnell braun werden, senke die Temperatur und backe länger.

Pro-Tipp: Die Glasur timing — Pinsle die Kerle erst, wenn sie aus dem Ofen kommen. Wenn du sie vorher glasierst, verbrennt die Glasur und wird bitter. Sofortiges Pinseln sorgt für den besten Glanz und die beste Haftung.

Variationen & Substitutionen

Sobald du die Basis beherrschst, kannst du spielen. Ich habe alle diese Varianten getestet.

Chocoladen-Stutenkerl — Ersetze 50 g des Mehls durch Kakao. Der Teig wird dunkler und schokoladiger. Perfekt für Kinder, die Schokolade lieben. Die Textur bleibt gleich weich.

Zimt-Zucker-Stutenkerl — Bestreue die geformten Kerle vor dem Backen mit einer Mischung aus Zimt und Zucker. Das gibt eine knusprige, aromatische Kruste. Ich mag das sehr, es erinnert an Zimtschnecken.

Glutenfrei — Es ist schwierig, aber möglich. Verwende ein glutenfreies Mehlmix mit Xanthan. Der Teig wird klebriger sein, also arbeite mit feuchten Händen. Das Ergebnis ist weniger elastisch, aber immer noch lecker.

Vegan — Ersetze die Butter durch vegane Margarine (hochwertig, nicht die Billigware). Ersetze die Milch durch Sojamilch. Die Hefe bleibt gleich. Die Eier kannst du weglassen, aber der Teig wird etwas weniger bindend. Du musst vielleicht etwas mehr Mehl nehmen. Es funktioniert, aber die Textur ist etwas kompakter.

Kleinerer Stutenkerl — Teile den Teig in 20-24 Stücke statt 12. Das sind perfekte Snacks für die Weihnachtsfeier. Die Backzeit reduziert sich auf 15-18 Minuten.

Servieren & Aufbewahrung

Die Stutenkerl schmecken am besten, wenn sie noch leicht lauwarm sind. Aber sie sind auch am nächsten Tag noch fantastisch.

Servieren — Ich serviere sie immer auf einem Holzbrett, vielleicht mit ein paar Zimtstangen als Deko. Dazu passt ein Tasse heißen Kakao oder ein Glas Milch. Das ist das klassische Paar. Man kann sie auch mit Marmelade bestreichen, wenn man mag, aber ich mag sie pur.

Kühlschrank — Wenn du welche übrig hast (was selten vorkommt), bewahre sie in einer Dose auf. Sie halten sich bis zu 4 Tage. Sie bleiben weich, wenn die Dose dicht schließt. In einem offenen Beutel werden sie schnell hart.

Aufwärmen — Du kannst sie in der Mikrowelle aufwärmen, aber nur für 10 Sekunden. Länger und sie werden zäh. Oder lege sie kurz in den warmen Ofen (150 Grad) für 5 Minuten. Das macht sie wieder frisch.

Gefrieren — Ja, du kannst sie einfrieren! Aber nur nach dem Backen und Abkühlen. Lege sie in einen Gefrierbeutel. Sie halten sich bis zu 2 Monate. Zum Auftauen einfach bei Raumtemperatur lassen. Du kannst sie auch gefroren im Ofen aufwärmen. Der Geschmack bleibt fast gleich.

Meal Prep — Du kannst den Teig vorbereiten. Mache den Teig am Vorabend, lass ihn im Kühlschrank gehen (langsamer Aufgang). Am nächsten Tag formst du die Kerle und backst sie. Das spart Zeit am Tag des Backens.

Häufig gestellte Fragen

Q: Kann ich die Hefe durch Trockenhefe ersetzen?

A: Theoretisch ja, aber ich rate davon ab. Frische Hefe gibt dem Teig ein besseres Aroma und eine bessere Textur. Wenn du Trockenhefe nehmen musst, verwende etwa 7-8 g (ein Päckchen). Löse sie in etwas lauwarmem Wasser auf und warte 10 Minuten, bis sie schäumt, bevor du sie zum Teig gibst. Der Geschmack wird aber nicht ganz so “nach Oma” sein.

Q: Warum ist mein Stutenkerl innen roh geblieben?

A: Das passiert oft, wenn die Kerle zu groß sind oder der Ofen zu heiß war. Achte darauf, dass die Kerle nicht zu dick sind. Und überprüfe deine Ofentemperatur mit einem Thermometer. Viele Backöfen sind nicht genau 180 Grad. Wenn sie oben braun sind, aber innen roh, decke sie mit Alufolie ab und backe sie länger bei niedrigerer Temperatur.

Q: Wie lange muss der Teig wirklich gehen?

A: Mindestens eine Stunde, aber zwei Stunden sind besser. Der Teig sollte sich verdoppeln. Wenn du es eilig hast, stell ihn an einen wärmeren Ort. Aber Geduld ist der Schlüssel. Ein gut aufgehender Teig ist leichter zu formen und backt gleichmäßiger.

Q: Kann ich den Teig am Vortag machen?

A: Ja. Mische den Teig, lass ihn einmal kurz gehen, dann decke ihn ab und stell ihn in den Kühlschrank. Am nächsten Tag nimmst du ihn heraus, lässt ihn Zimmertemperatur annehmen und formst die Kerle. Das verleiht dem Teig sogar mehr Geschmack, da die Gärung langsamer abläuft.

Q: Was mache ich mit den Resten vom Teig?

A: Wenn du Teigreste hast, form einfach kleine Brötchen oder Knödel und backe sie mit. Sie schmecken genauso gut. Verschwendet nichts!

Letzte Gedanken

Das Backen von Nikolaus Stutenkerl ist mehr als nur Kochen. Es ist ein Akt der Liebe. Es ist eine Möglichkeit, sich Zeit zu nehmen und die Traditionen, die uns wichtig sind, am Leben zu erhalten. Dieser Nikolaus Stutenkerl nach dem Original-Rezept meiner Oma ist ein Stück davon. Er ist einfach zu machen, wenn man die Grundregeln kennt. Er schmeckt fantastisch. Und er verbindet dich mit deiner eigenen Geschichte.

Ich hoffe, du probierst dieses Rezept aus. Ich würde mich riesig freuen, wenn du mir erzählst, wie es dir gelungen ist. Hast du die Tannenzweige verwendet? Hast du die Glasur perfekt hinbekommen? Schreib mir in die Kommentare. Und wenn du mehr traditionelle Rezepte suchst, schau dir auch meine anderen Beiträge an, wie zum Beispiel das cremige Kichererbsen-Curry für eine herzhafte Alternative oder die Berliner Pfannkuchen für weitere Festtags-Süßigkeiten. Viel Spaß beim Backen und einen wunderschönen Nikolaus!

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Nikolaus Stutenkerl recipe

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Nikolaus Stutenkerl - featured image

Oma Nikolaus Stutenkerl: Das Original-Rezept


  • Author: Luisa
  • Total Time: 4 Stunden 10 Minuten
  • Yield: 12-15 Stück 1x

Description

Ein fluffig-weicher Hefeteig nach traditioneller Oma-Art, geformt zu Nikolaus-Stutenkerln mit einem besonderen Tannenduft. Dieses Rezept betont Geduld und Qualität für ein authentisches Weihnachtsgefühl.


Ingredients

Scale
  • 500 g Weizenmehl (Type 405)
  • 1 Würfel frische Hefe (42 g)
  • 250 ml Vollmilch (lauwarm)
  • 100 g weiche Butter (ungesalzen)
  • 80 g Zucker (weißer Kristallzucker)
  • 2 Eier (Größe M, Zimmertemperatur)
  • 1 Prise Salz
  • 1 Packung Vanillezucker
  • 1 Teelöffel gemahlener Zimt (optional)
  • 1 kleines Stück Tannenzweig oder Fichtenzweig
  • 1 Eiweiß (für die Glasur)
  • 1 Löffel Wasser (für die Glasur)

Instructions

  1. Bröckle die frische Hefe in die lauwarme Milch, rühre um und gib einen Teelöffel Zucker hinzu. Lass die Mischung fünf Minuten stehen, bis sie schäumt.
  2. Mische das Mehl, den restlichen Zucker, das Salz, den Vanillezucker und optional den Zimt in einem großen Topf.
  3. Gib die Hefemilch und die weiche Butter zu den trockenen Zutaten. Rühre mit einem Kochlöffel, bis die Butter eingearbeitet ist. Füge die Eier hinzu und rühre weiter, bis der Teig dichter wird.
  4. Knete den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche etwa zehn Minuten, bis er glatt ist, sich von den Händen löst und elastisch wie ein Ohrläppchen anfühlt.
  5. Form den Teig zu einer Kugel, lege ihn in einen leicht eingeölten Topf, decke ihn mit einem feuchten Tuch ab und lasse ihn an einem warmen, zugfreien Ort zwei Stunden gehen, bis er sich verdoppelt hat.
  6. Drücke die Luft aus dem Teig und teile ihn in 12-15 gleich große Stücke. Rolle jedes Stück zu einer Rolle, forme Körper, Arme und Hut. Drücke Gesichtszüge mit einer Gabel oder einem Zahnstocher ein.
  7. Lege die geformten Kerle auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech, decke sie ab und lasse sie noch einmal eine Stunde gehen.
  8. Heize den Ofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze (oder 160 Grad Umluft) vor. Backe die Kerle für 20-25 Minuten goldbraun.
  9. Vermische während des Backens Eiweiß mit einem Löffel Wasser. Pinsle die heißen Kerle sofort nach dem Backen mit dieser Glasur ein.
  10. Lasse die Stutenkerl auf einem Gitter vollständig abkühlen.

Notes

Verwende unbedingt frische Hefe für das beste Aroma. Der Teig sollte leicht klebrig sein; füge nur bei Bedarf wenig Mehl hinzu, um ihn nicht trocken zu machen. Das Geheimnis der Oma ist ein Tannenzweig auf dem Blech, der dem Teig einen subtilen Weihnachtsduft verleiht. Pinsle die Kerle erst nach dem Backen mit der Glasur, damit sie nicht verbrennt.

  • Prep Time: 45 Minuten
  • Cook Time: 25 Minuten
  • Category: Dessert
  • Cuisine: Deutsch

Nutrition

  • Serving Size: 1 Stutenkerl
  • Calories: 220
  • Sugar: 10
  • Sodium: 150
  • Fat: 8
  • Saturated Fat: 4
  • Carbohydrates: 32
  • Fiber: 1
  • Protein: 5

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